Biohacking Kompakt

Supplement

Tribulus Terrestris

Kräuter · Erd-Burzeldorn, Puncture Vine

Klassisches Libido-Kraut: steigert in Studien vor allem das sexuelle Verlangen – der Testosteron-Effekt ist dagegen schwach belegt.

Worum es geht

Tribulus Terrestris ist ein traditionelles Kraut mit Saponinen (Protodioscin), lange als Testo-Booster vermarktet. Die Studienlage zeigt: Für die Libido/sexuelle Funktion gibt es Belege, für eine echte Testosteronsteigerung beim Menschen jedoch kaum – der Ruf als Testo-Booster ist überzogen.

Beworbene Effekte

  • Kann Libido und sexuelle Funktion verbessern (Studien)
  • Traditionell für Vitalität genutzt
  • Gut verfügbar und günstig

Risiken und Grenzen

  • Kaum echter Testosteron-Effekt beim Menschen (entgegen dem Marketing)
  • Qualität/Standardisierung (Protodioscin) sehr unterschiedlich
  • Selten Magen-Darm-Beschwerden
  • Als Libido-Support, nicht als Testo-Booster einordnen

Dosierung

Üblich 250–750 mg Extrakt täglich (standardisiert auf Saponine/Protodioscin).

Einnahme

Mit Mahlzeit. Oft zyklisch.

Natürliche Quellen

Frucht/Kraut von Tribulus terrestris (Extrakt)

Evidenz

niedrig

BK-Score Untersucht – Nutzen nicht gezeigt

Human-Evidenz 5
Mechanismus 3
Sicherheits-Datenlage 4
Hype-Abstand 2
Anwendungserfahrung 7

Das Kernversprechen ist untersucht und hält nicht: Ein systematisches Review über 10 RCTs mit 483 Teilnehmern (Nutrients 2025) findet für Testosteron keine robuste Evidenz – 8 von 10 Studien zeigten keinen Effekt, zwei einen moderaten Anstieg von 60 bis 70 ng/dl, und das nur bei niedrigem Ausgangswert. Bei erektiler Dysfunktion waren 3 von 5 Studien positiv, allerdings mit niedriger methodischer Qualität in der Hälfte der Arbeiten. Der Protodioscin-Pfad ist am Menschen nicht bestätigt.

Bewertet wird der Wissensstand, nicht die Substanz. „Sicherheits-Datenlage 9" heißt: gut untersucht – nicht: harmlos. „Anwendungserfahrung 9" heißt: lange und breit angewendet – das ist kein Wirksamkeitsbeleg.
Subjektive Einschätzung von Biohacking Kompakt auf Basis offengelegter Vergaberegeln – keine wissenschaftliche Bewertung und keine medizinische Empfehlung. Regeln und alle Bewertungen

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Reine Information, keine medizinische Beratung und keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung. Verschreibungspflichtige und nicht zugelassene Wirkstoffe gehören in ärztliche Hände.