Biohacking Kompakt

Methodik

So arbeitet Biohacking Kompakt

Kurz gesagt: Jede Zahl hat eine Quelle, Humandaten schlagen Tierdaten, und der BK-Score bewertet den Wissensstand, nicht die Substanz. Hier steht, wie das im Einzelnen funktioniert.

Der Grundsatz

Biohacking Kompakt ist eine Biohacking-Seite, kein Debunking-Blog. Jede Themenseite benennt zuerst, was an einem Wirkstoff oder einer Anwendung trägt und wofür sie tatsächlich eingesetzt wird. Danach steht sachlich, wo die Daten aufhören. Erfahrungsberichte aus der Community haben ihren Platz, sind aber als Bericht gekennzeichnet und zählen nicht als Wirkungsbeleg.

Wie recherchiert wird

Die Recherche beginnt bei der Primärliteratur, vor allem über PubMed und Europe PMC, dazu Cochrane, clinicaltrials.gov und die Stellungnahmen von EFSA, BfR, EMA, DGE und WHO. Die Reihenfolge der Beweiskraft ist fest: Meta-Analysen und systematische Übersichten, dann randomisierte kontrollierte Studien, dann Kohorten, Fallserien, Tiermodell und Zellkultur.

Keine Quellen sind Supplement-Shops, Hersteller-Blogs, Peptid-Anbieter und Inhalte, die selbst nur zusammenfassen. Eine Herstellerangabe wird nur zitiert, wenn sie ausdrücklich als solche gekennzeichnet ist.

Wie Zahlen geprüft werden

Recherche und Textentwürfe entstehen mit KI-Unterstützung. Zu jeder Themenseite gibt es eine Belegdatei, in der jede Zahl des Textes mit ihrer Quelle steht. Vor der Veröffentlichung gleicht eine maschinelle Prüfung jede Zahl im fertigen Text gegen diese Belegdatei ab. Was dort fehlt, fliegt aus dem Text. Rechnungen werden nicht angestellt: Steht in einer Studie „Woche 36" und „Woche 88", steht beides auf der Seite, nicht die Differenz.

Was sich nicht verifizieren lässt, wird weggelassen. Stattdessen steht unter „Wo die Daten aufhören", dass es dazu keine belastbaren Zahlen gibt.

Der BK-Score: fünf Achsen von 0 bis 10

Jede Achse bewertet, was man weiß. Keine bewertet, ob etwas gut ist. Die Werte sind eine offengelegte Einschätzung von Biohacking Kompakt nach den folgenden Regeln, keine wissenschaftliche Bewertung und keine Empfehlung. Den vollständigen Datensatz gibt es als scores.json.

Human-Evidenz

Wie viele und wie gute Daten am Menschen es gibt. 0 bis 1: keine Humandaten. 2 bis 3: Fallberichte und unkontrollierte Serien. 4 bis 5: kleine oder unverblindete Studien, oft nur mit Laborwerten als Endpunkt. 6 bis 7: mehrere randomisierte Studien, aber klein, kurz oder uneinheitlich. 8 bis 9: große randomisierte Studien oder übereinstimmende Meta-Analysen mit harten Endpunkten. 10: Zulassung für genau diese Anwendung.

Mechanismus

Wie gut verstanden ist, warum etwas wirken soll. 0 bis 2: eine Marketing-Erzählung. 3 bis 5: plausibel aus Zellkultur und Tierversuch. 6 bis 8: Zielstruktur am Menschen bestätigt. 9 bis 10: Wirkkette am Menschen gemessen.

Sicherheits-Datenlage

Wie gut die Sicherheit untersucht ist, nicht wie sicher etwas ist. 0 bis 2: nicht systematisch untersucht. 3 bis 5: nur Kurzzeitdaten. 6 bis 8: kontrollierte Daten über Monate. 9 bis 10: Langzeitdaten aus Zulassung und Arzneimittelüberwachung. Eine hohe Zahl heißt „gut untersucht", nicht „harmlos".

Hype-Abstand

Wie weit die Vermarktung der Datenlage vorausläuft. 0 bis 2: Versprechen ohne Grundlage. 3 bis 5: ein Einzelbefund wird zur Gesamtaussage. 6 bis 8: überwiegend korrekt beworben. 9 bis 10: Werbung auf Höhe der Daten.

Anwendungserfahrung

Wie viel dokumentierte Anwendung am Menschen es gibt. Misst ausdrücklich nicht, ob etwas wirkt. 0 bis 1: praktisch keine. 2 bis 3: nur in Studien. 4 bis 5: verbreitet, aber ohne regulatorischen Rahmen. 6 bis 7: seit vielen Jahren breit angewendet und in einem Land reguliert. 8 bis 9: jahrzehntelang unter Aufsicht. 10: jahrzehntelang bei Millionen Menschen.

Das Etikett

Aus den Achsen wird kein Mittelwert gebildet. Entscheidend ist die Richtung der Daten: Eine hohe Human-Evidenz heißt nur, dass viel und gut untersucht wurde. Fallen die guten Studien negativ aus, lautet das Etikett nicht „gut belegt", sondern „Wirkung nicht bestätigt".

  • Gut belegt – Human-Evidenz ab 8, Richtung positiv oder gemischt, Werbung auf Höhe der Daten.
  • Gut belegt, stark überhöht beworben – Human-Evidenz ab 8, aber die Vermarktung verspricht deutlich mehr.
  • Belegt, mit Einschränkungen – Human-Evidenz 6 bis 7.
  • Dünne Humanevidenz – Human-Evidenz 4 bis 5.
  • Lange angewendet, kaum untersucht – Wenig Studien, aber viel dokumentierte Anwendung.
  • Gut untersucht – Wirkung nicht bestätigt – Viele gute Daten, und sie sprechen gegen den beworbenen Nutzen.
  • Untersucht – Nutzen nicht gezeigt – Einige Daten, und sie zeigen keinen Nutzen.
  • Nicht am Menschen untersucht – Es gibt keine Humandaten.
  • Hype weit vor Evidenz / Experimentell – Neu, kaum untersucht, teils stark beworben.

Rechtliche Grenzen

Bei nicht zugelassenen Wirkstoffen nennt die Seite keine Dosierung. Bei zugelassenen Stoffen und Nährstoffen steht, was die Studien verwendet haben, und welche Referenzwerte und Höchstmengen Behörden empfehlen. Das ist eine Tatsachenbehauptung über Studien, keine Handlungsanleitung.

Aktualisierung und Korrekturen

Jede Seite nennt ihr Stand-Datum. Wenn neue Studien die Einordnung ändern, werden Text und Score angepasst; größere Änderungen stehen im Änderungsprotokoll. Hinweise auf Fehler, am besten mit Quelle, an kontakt@biohackingkompakt.de.

Häufige Fragen

Was misst der BK-Score?

Er bewertet den Wissensstand zu einem Wirkstoff oder einer Anwendung auf fünf Achsen von 0 bis 10: Human-Evidenz, Mechanismus, Sicherheits-Datenlage, Hype-Abstand und Anwendungserfahrung. Er bewertet nicht, ob etwas gut oder schlecht ist, und ist keine Empfehlung.

Warum gibt es keinen Gesamtwert?

Ein Mittelwert würde Verschiedenes vermischen: Etwas kann sehr gut untersucht sein und trotzdem nicht wirken. Deshalb ergibt sich das Etikett aus der Human-Evidenz, der Richtung der Daten und dem Hype-Abstand nach festen Regeln.

Welche Quellen zählen?

Meta-Analysen und systematische Übersichten vor randomisierten Studien, vor Beobachtungsstudien, vor Fallserien, vor Tierversuch und Zellkultur. Dazu Behörden wie EFSA, BfR, EMA und DGE. Shops, Hersteller-Blogs und Peptid-Anbieter sind keine Quellen.

Wird KI eingesetzt?

Ja. Recherche und Textentwürfe entstehen mit KI-Unterstützung. Jede Zahl muss aber auf eine aufgerufene Quelle zurückgehen und wird maschinell gegen eine Belegdatei abgeglichen; was sich nicht belegen lässt, fliegt raus.

Wie aktuell sind die Seiten?

Jede Seite nennt ihr Stand-Datum. Größere Änderungen an Einträgen und Scores stehen im Änderungsprotokoll auf der Startseite.

Ersetzt die Seite ärztlichen Rat?

Nein. Die Seite informiert über Studienlage und Rechtslage. Diagnosen, Therapieentscheidungen und Dosierungen gehören in ärztliche Hände.

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Reine Information, keine medizinische Beratung, keine Diagnose und keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung. Stand: 2026-09-26.