Supplement
Pterostilben
Longevity · Pterostilbene
Resveratrol-Verwandter mit besserer Aufnahme. Am Menschen kaum untersucht.
Worum es geht
Pterostilben wird deutlich besser aufgenommen als Resveratrol – das ist der belegte Teil. Die Aktivierung von Sirtuinen und AMPK stammt aus Zell- und Tierversuchen; ob daraus beim Menschen ein Nutzen wird, ist offen. Beliebt als NMN-Partner.
Beworbene Effekte
- Aktiviert Sirtuine und AMPK im Zellversuch
- Kleine Studien deuten auf Effekte bei LDL und Blutzucker
- Neuroprotektive Effekte im Tiermodell
- Antioxidativ und anti-entzündlich
- Stabile orale Bioverfügbarkeit
Risiken und Grenzen
- Kann LDL leicht erhöhen (selten)
- Wechselwirkung mit Blutverdünnern möglich
- Langzeit-Humanstudien noch begrenzt
Dosierung
50–150 mg täglich.
Einnahme
Morgens mit fettreicher Mahlzeit. Ideal mit NMN oder NR.
Natürliche Quellen
Blaubeeren (höchste Quelle), Trauben, Mandeln
Evidenz
mittel
BK-Score Hype weit vor Evidenz
| Human-Evidenz | 2 | |
|---|---|---|
| Mechanismus | 4 | |
| Sicherheits-Datenlage | 3 | |
| Hype-Abstand | 2 | |
| Anwendungserfahrung | 4 |
Für die beworbenen Effekte auf Kognition, Anti-Aging und Herz-Kreislauf existieren keine belastbaren RCTs mit klinischen Endpunkten. Die vorhandene Humanstudie war primär eine Sicherheitsprüfung (Riche et al., J Toxicol 2013) – und ein Nebenbefund aus einer Humanstudie zeigte einen Anstieg des LDL-Cholesterins, also das Gegenteil des kardiovaskulären Versprechens. Die bessere Bioverfügbarkeit gegenüber Resveratrol stammt aus Tierpharmakokinetik, die Sirtuin-Erzählung aus Zellkultur. Als Novel Food in der EU nicht zugelassen.
Bewertet wird der Wissensstand, nicht die Substanz. „Sicherheits-Datenlage 9" heißt: gut untersucht – nicht: harmlos. „Anwendungserfahrung 9" heißt: lange und breit angewendet – das ist kein Wirksamkeitsbeleg.
Subjektive Einschätzung von Biohacking Kompakt auf Basis offengelegter Vergaberegeln – keine wissenschaftliche Bewertung und keine medizinische Empfehlung. Regeln und alle Bewertungen
In der Datenbank öffnen – mit Suche, Filtern und Vergleich
Reine Information, keine medizinische Beratung und keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung. Verschreibungspflichtige und nicht zugelassene Wirkstoffe gehören in ärztliche Hände.