Biohacking Kompakt

Supplement

Ginkgo Biloba

Kräuter · Fächerblattbaum-Extrakt

Ginkgo-Blatt-Extrakt ist in Deutschland ein zugelassenes Arzneimittel und steht als Therapieoption in der S3-Leitlinie Demenzen. Er ist zugleich der seltene Fall, in dem die zweite große Frage wirklich beantwortet wurde: ob er Demenz auch verhindert.

Kurz gesagt

Bei bereits bestehender Demenz trägt Ginkgo: Eine Meta-Analyse von neun Studien mit 2.561 Patienten findet für den Spezialextrakt EGb 761 bei 240 Milligramm täglich Vorteile bei Kognition und Alltagsfunktionen, und die S3-Leitlinie Demenzen führt ihn als schwache Empfehlung. Vorbeugen kann er nicht: Die GEM-Studie mit 3.069 Personen ab 75 Jahren über median 6,1 Jahre und die GuidAge-Studie mit 2.854 Personen ab 70 Jahren über 5 Jahre verfehlten beide ihren primären Endpunkt, und bei kognitiv Gesunden liegen die Effekte auf Gedächtnis und Aufmerksamkeit bei null. Behandlung ja, Prävention nein — und nur mit dem definierten Arzneimittel-Extrakt.

Was es ist

Der in der Forschung verwendete Ginkgo-Spezialextrakt heißt EGb 761. Die EU-Monographie beschreibt ihn genau: Droge-Extrakt-Verhältnis 35 bis 67 zu 1, Extraktionsmittel Aceton 60 Prozent. Das ist kein Tee, sondern eine definierte Zubereitung.

Das trennt die Produktwelt: zugelassene Arzneimittel mit geprüftem Extrakt auf der einen Seite, Nahrungsergänzungsmittel ohne diese Bindung auf der anderen. Eine Analyse von 63 in Deutschland vermarkteten Ginkgo-Präparaten verglich die Angaben zu Flavonglykosiden, Terpenlactonen und Ginkgolsäuren. Befund: Die Arzneimittel sind verlässlich, die Nahrungsergänzungsmittel nicht.

Wie es wirken soll

Die gängige Erzählung geht über die Durchblutung: Ginkgo mache das Blut fließfähiger, das Gehirn bekomme mehr Sauerstoff, das Gedächtnis werde besser. Der erste Schritt ist am Menschen gemessen — eine Meta-Analyse von 18 Studien mit 1.985 Erwachsenen fand die Blutviskosität um 1,03 Millipascalsekunden gesenkt.

Der zweite Schritt ist es nicht. Für eine Zunahme der Hirndurchblutung beim Menschen liegt keine randomisierte Studie vor; die gefäßerweiternde Wirkkette stammt aus Versuchen an kultivierten Endothelzellen. Zwischen dieser Zelle und dem Alltag liegt genau die Strecke, auf der die großen Studien nichts fanden.

Behandlung: wo die Substanz liegt

Bei bestehender Demenz liegt der belastbare Teil der Wirkung. Eine Meta-Analyse von neun Studien mit 2.561 Patienten über 22 bis 26 Wochen fand für EGb 761 die Kognition um -2,86 Punkte verbessert, die Alltagsfunktionen um -0,36 und den Gesamteindruck mit einer Odds Ratio von 1,88 — alles gebunden an 240 Milligramm täglich.

Deshalb steht Ginkgo in der deutschen S3-Leitlinie Demenzen. In der Version 6.0 vom 24. Februar 2026 trägt Empfehlung 69 den Titel Ginkgo biloba in der Behandlung von Demenz, Empfehlungsgrad schwach dafür, Konsensstärke 97 Prozent. Das heißt: kann erwogen werden.

Die ältere Cochrane-Übersicht bewertet dieselbe Literatur vorsichtiger. Von 36 eingeschlossenen Studien liefen neun über sechs Monate mit 2.016 Patienten; von den vier zuletzt veröffentlichten fanden drei keinen Unterschied zu Placebo und eine sehr große Effekte. In der Alzheimer-Untergruppe mit 925 Patienten kein konsistentes Muster. Fazit der Autoren: inkonsistent und unzuverlässig.

Prävention: hier hört es auf

Vorbeugen ist etwas anderes als behandeln, und dort sieht es umgekehrt aus. Die Ginkgo Evaluation of Memory Study, kurz GEM, ist die größte Präventionsstudie zu diesem Extrakt. 3.069 Freiwillige ab 75 Jahren bekamen doppelblind zweimal täglich 120 Milligramm EGb 761 oder Placebo, median 6,1 Jahre lang. 523 entwickelten eine Demenz, 277 unter Ginkgo, 246 unter Placebo, Hazard Ratio 1,12 (0,94 bis 1,33).

Die französische GuidAge-Studie prüfte dasselbe an anderen Menschen: 2.854 Personen ab 70 Jahren mit selbst berichteten Gedächtnisproblemen, ebenfalls zweimal täglich 120 Milligramm, über fünf Jahre. 61 Fälle wahrscheinlicher Alzheimer-Demenz unter Ginkgo gegen 73 unter Placebo, Hazard Ratio 0,84 (0,60 bis 1,18). Der Punktschätzer zeigt in die günstige Richtung, das Intervall schließt die Null-Wirkung ein.

Zwei unabhängige Studien, zwei Länder, zwei Ausgangsgruppen, zweimal der Endpunkt verfehlt. Belastbarer wird eine Frage selten beantwortet. Für Gesunde gilt dasselbe: Eine Meta-Analyse fand Effektgrößen von -0,04 für Gedächtnis, -0,05 für Exekutivfunktion, -0,08 für Aufmerksamkeit.

Tinnitus, Schwindel und Gehstrecke

Für Tinnitus ist die Lage klar und ungünstig. Die Cochrane-Auswertung von 2022 schloss 12 Studien mit 1.915 Teilnehmern ein. Beim Tinnitus Handicap Inventory ergab sich nach drei bis sechs Monaten eine mittlere Differenz von -1,35 auf einer Skala von 0 bis 100 (-8,26 bis 5,55), getragen von zwei Studien mit 85 Teilnehmern.

Bei Schwindel fehlt der entscheidende Arm: Die meistzitierte Studie stellte 160 Patienten über 12 Wochen auf EGb 761 oder Betahistin ein, ohne Placebo. Beide Gruppen besserten sich gleich stark — so lässt sich Wirkung nicht vom Spontanverlauf trennen.

Bei der Schaufensterkrankheit verfehlt der Effekt knapp die Signifikanz: 14 Studien mit 739 Teilnehmern, für die absolute Gehstrecke 11 Studien mit 477 Teilnehmern, umgerechnet 64,5 Meter (-1,8 bis 130,7), p = 0,06.

Was gut belegt ist

Gut belegt ist zweierlei. Erstens die Wirkung bei bestehender Demenz: EGb 761 zeigt bei 240 Milligramm täglich in einer Meta-Analyse von 2.561 Patienten Vorteile bei Kognition und Alltagsfunktionen, gestützt von der Leitlinienempfehlung. Zweitens ein Negativbefund in einer Qualität, die es bei Nahrungsergänzung selten gibt: Ginkgo verhindert keine Demenz — GEM und GuidAge haben das unabhängig voneinander mit harten Endpunkten geprüft, beide verfehlten ihren primären Endpunkt. Dazu kommt eine ungewöhnlich breite Sicherheitsdatenlage, inklusive einer eigenen Meta-Analyse zum Blutungsrisiko.

Was die Studien zeigen

Die Meta-Analyse zur Behandlung

Neun randomisierte Studien mit EGb 761 bei kognitiver Beeinträchtigung und Demenz, 22 bis 26 Wochen, 2.561 Patienten. Die Kognitionsänderung fiel mit einer gewichteten mittleren Differenz von -2,86 (-3,18 bis -2,54) zugunsten von EGb 761 aus, die Alltagsfunktionen mit -0,36 (-0,44 bis -0,28), der klinische Gesamteindruck mit einer Odds Ratio von 1,88. Alle Effekte waren an 240 Milligramm täglich gebunden, bei neuropsychiatrischen Symptomen stärker, in der reinen Alzheimer-Untergruppe nicht. Gemessen wurden Testwerte über ein halbes Jahr, nicht der Verlauf über Jahre.

GEM — die größte Präventionsstudie

Randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert, an fünf US-Zentren von 2000 bis 2008. 3.069 Freiwillige ab 75 Jahren, davon 2.587 mit normaler Kognition und 482 mit leichter kognitiver Störung; 1.545 bekamen zweimal täglich 120 Milligramm EGb 761, 1.524 Placebo, Untersuchung alle sechs Monate, Diagnose durch ein Expertengremium. Mediane Nachbeobachtung 6,1 Jahre, Abbruchquote 6,3 Prozent, primärer Endpunkt Demenzinzidenz. Ergebnis: 523 Fälle, 277 unter Ginkgo und 246 unter Placebo, 3,3 gegen 2,9 pro 100 Personenjahre, Hazard Ratio 1,12 (0,94 bis 1,33). Endpunkt nicht erreicht, kognitive Verläufe in keinem der fünf Bereiche verschieden.

GuidAge — die zweite unabhängige Prüfung

Randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert, in Frankreich. 2.854 Erwachsene ab 70 Jahren, die ihrem Hausarzt spontan Gedächtnisprobleme berichtet hatten; 1.406 bekamen mindestens eine Dosis EGb 761 (zweimal täglich 120 Milligramm), 1.414 Placebo, fünf Jahre Nachbeobachtung, primärer Endpunkt Übergang zu wahrscheinlicher Alzheimer-Demenz. Ergebnis: 61 Fälle unter Ginkgo (1,2 pro 100 Personenjahre) gegen 73 unter Placebo (1,4), Hazard Ratio 0,84 (0,60 bis 1,18); das Risiko verlief nicht proportional über die Zeit. Unerwünschte Ereignisse gleichmäßig verteilt, 76 gegen 82 Todesfälle. Endpunkt nicht erreicht. Finanziert vom Hersteller Ipsen.

Wo die Daten aufhören

Der meistgelesene Satz über Ginkgo — er erhöhe die Durchblutung im Gehirn — ist am Menschen nicht nachgewiesen. Offen bleibt der Widerspruch zwischen den Datensätzen: Studien mit harten Endpunkten über Jahre finden nichts, Studien mit Skalenwerten über 22 bis 26 Wochen finden etwas. Ein Vorteil auf einer Testskala sagt nichts über sechs Jahre Verlauf — und ein fehlender Präventionseffekt schließt einen symptomatischen nicht aus. Dünn ist die Basis dort, wo am meisten versprochen wird: bei vaskulärer Demenz drei Studien mit 283 Patienten bei extremer Heterogenität, bei Tinnitus 85 Teilnehmer im Hauptvergleich, bei Schwindel gar kein Placebo-Arm. Und fast alles gilt für EGb 761, nicht für Ginkgo allgemein.

Status, Zulassung und Recht

In Deutschland ist Ginkgo-Blatt-Trockenextrakt ein zugelassenes Arzneimittel. Die EU-Monographie führt ihn im well-established use für die Verbesserung altersbedingter kognitiver Beeinträchtigung und der Lebensqualität bei leichter Demenz: Einzeldosis 120 bis 240 Milligramm, Tagesdosis 240 Milligramm, mindestens 8 Wochen. Das Blattpulver läuft separat als traditionelle Anwendung gegen Schweregefühl in den Beinen und kalte Hände und Füße. Die Abgrenzung zur Nahrungsergänzung ist gerichtlich geklärt: Das Bundesverwaltungsgericht entschied am 24. August 2022 (Aktenzeichen 3 B 36.21), dass Erzeugnisse mit monographiekonformem Trockenextrakt und 100 Milligramm pro Tag Funktionsarzneimittel sind. Gesundheitsbezogene Angaben für Pflanzenstoffe sind in der EU nicht abschließend bewertet; auf der WADA-Verbotsliste steht Ginkgo nicht.

Sicherheit

Die Verträglichkeit ist über Jahre und tausende Teilnehmer geprüft: In GEM und GuidAge traten unerwünschte Ereignisse in beiden Gruppen gleich häufig auf, auch Cochrane fand keine Unterschiede zu Placebo. Zum Blutungsrisiko gibt es eine eigene Meta-Analyse von 18 Studien mit 1.985 Erwachsenen: kein signifikanter Effekt auf Thrombozytenaggregation, Fibrinogen, Thromboplastinzeit oder Prothrombinzeit; auch für Warfarin fand eine Übersicht von neun Studien keine Veränderung der Gerinnungswirkung. Gegenläufig ein Befund aus GEM: Von 24 hämorrhagischen Schlaganfällen traten 16 unter Ginkgo und 8 unter Placebo auf, nicht signifikant, aber erwähnenswert. Die europäische Monographie hält den Warnhinweis aufrecht: vor Operationen vorsorglich 3 bis 4 Tage Abstand, bei Gerinnungshemmern Überwachung. Bei Epilepsie lässt sich nicht ausschließen, dass Ginkgo weitere Anfälle begünstigt; Gegenanzeigen sind Überempfindlichkeit und Schwangerschaft. In zweijährigen Studien des National Toxicology Program löste Ginkgo-Blattextrakt bei Mäusen Lebertumoren aus; die IARC stufte ihn 2016 als möglicherweise krebserzeugend ein (Gruppe 2B), bei Tierdosen weit über den hier verwendeten. Ginkgo-Samen sind etwas anderes: Sie enthalten einen Vitamin-B6-Antagonisten, nach größeren Mengen sind Krampfanfälle dokumentiert.

BK-Score Gut belegt, stark überhöht beworben

Human-Evidenz9
Mechanismus5
Sicherheits-Datenlage9
Hype-Abstand3
Anwendungserfahrung10

Ginkgo ist eines der wenigen Mittel, bei denen die Kernfrage wirklich beantwortet ist — zweimal unabhängig. GEM (DeKosky et al., JAMA 2008) randomisierte 3.069 Personen ab 75 Jahren über median 6,1 Jahre; 523 Demenzfälle, 277 unter Ginkgo und 246 unter Placebo, Hazard Ratio 1,12. GuidAge (Vellas et al., Lancet Neurol 2012) prüfte 2.854 Personen ab 70 Jahren über 5 Jahre; 61 gegen 73 Alzheimer-Fälle, Hazard Ratio 0,84. Beide verfehlten ihren primären Endpunkt, und bei kognitiv Gesunden liegen die Effektgrößen bei null (Laws et al. 2012). Das trägt die Richtung aber nur zur Hälfte: Bei bestehender Demenz findet die Meta-Analyse von Tan et al. (2015) über 2.561 Patienten bei 240 Milligramm täglich eine Kognitionsdifferenz von -2,86 sowie Vorteile bei Alltagsfunktionen und Gesamteindruck, und die S3-Leitlinie Demenzen führt Ginkgo in Empfehlung 69 mit dem Grad schwach dafür bei 97 Prozent Konsens. Deshalb steht hier gemischt und nicht negativ. Die Sicherheitsdatenlage ist breit: eine Meta-Analyse von 18 RCTs mit 1.985 Erwachsenen findet keinen signifikanten Effekt auf Gerinnungsparameter, während in GEM von 24 hämorrhagischen Schlaganfällen 16 unter Ginkgo und 8 unter Placebo auftraten und die IARC den Extrakt 2016 in Gruppe 2B einstufte. Der Mechanismus bleibt am Menschen unvollständig: Die Senkung der Blutviskosität ist gemessen, eine Zunahme der Hirndurchblutung nicht. Rechtlich ist Ginkgo-Trockenextrakt in Deutschland Arzneimittel — das Bundesverwaltungsgericht stufte 2022 schon 100 Milligramm pro Tag als Funktionsarzneimittel ein.

Bewertet wird der Wissensstand, nicht die Substanz. „Sicherheits-Datenlage 9“ heißt: gut untersucht – nicht: harmlos.
Subjektive Einschätzung von Biohacking Kompakt auf Basis offengelegter Vergaberegeln – keine wissenschaftliche Bewertung und keine medizinische Empfehlung. Regeln und alle Bewertungen

Häufige Fragen zu Ginkgo Biloba

Hilft Ginkgo gegen Vergesslichkeit im Alter?

Zur Vorbeugung nicht. Zwei große Studien haben das über fünf bis sechs Jahre geprüft und keinen Unterschied zu Placebo gefunden. Auch bei kognitiv Gesunden liegen die Effektgrößen für Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Exekutivfunktion praktisch bei null. Anders sieht es aus, wenn bereits eine Demenz diagnostiziert ist — dort zeigt der Spezialextrakt in einer Meta-Analyse messbare Vorteile.

Was ist EGb 761 und warum steht das überall?

EGb 761 ist die Kennung eines genau definierten Trockenextrakts aus Ginkgo-Blättern, hergestellt mit einem Droge-Extrakt-Verhältnis von 35 bis 67 zu 1 und Aceton als Extraktionsmittel. Fast alle großen Studien wurden mit diesem einen Extrakt durchgeführt. Deshalb sagen die Studiendaten wenig über ein beliebiges Ginkgo-Produkt aus, dessen Zusammensetzung nicht an dieselben Spezifikationen gebunden ist.

Ist Ginkgo Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel?

In Deutschland ist Ginkgo-Blatt-Trockenextrakt als Arzneimittel zugelassen. Das Bundesverwaltungsgericht entschied 2022, dass Produkte mit monographiekonformem Trockenextrakt und einer Verzehrempfehlung von 100 Milligramm pro Tag als Funktionsarzneimittel einzustufen sind und damit nicht als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden dürfen. Präparate, die trotzdem als Nahrungsergänzung im Handel sind, unterliegen nicht denselben Qualitätsanforderungen.

Macht Ginkgo das Blut dünner?

Die Blutviskosität sinkt messbar, das ist in einer Meta-Analyse von 18 Studien belegt. Auf die eigentlichen Gerinnungsparameter — Thrombozytenaggregation, Fibrinogen, Thromboplastinzeit, Prothrombinzeit — zeigte sich in derselben Auswertung kein signifikanter Effekt. Trotzdem hält die europäische Monographie einen Warnhinweis aufrecht, weil Einzelfälle existieren und in einer großen Studie numerisch mehr Hirnblutungen unter Ginkgo auftraten.

Wie lange vor einer Operation sollte man Ginkgo absetzen?

Die europäische Arzneimittel-Monographie empfiehlt, die Einnahme vorsorglich 3 bis 4 Tage vor einer Operation zu beenden. Die verbreitete Faustregel von zwei Wochen stammt nicht aus dieser Quelle. Wer Gerinnungshemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer einnimmt, sollte die Kombination ohnehin ärztlich abklären lassen.

Hilft Ginkgo bei Tinnitus?

Nach der aktuellen Cochrane-Auswertung mit 12 Studien und 1.915 Teilnehmern gibt es dafür keinen belastbaren Beleg. Der Hauptvergleich zur Symptomschwere stützt sich auf nur zwei Studien mit zusammen 85 Teilnehmern, das Konfidenzintervall schließt Verbesserung und Verschlechterung ein, und die Autoren stufen die Vertrauenswürdigkeit als sehr niedrig ein. Immerhin traten in keiner Gruppe schwerwiegende Nebenwirkungen auf.

Passt dazu

Quellen

In der Datenbank öffnen – mit Suche, Filtern und Vergleich

Reine Information, keine medizinische Beratung und keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung. Verschreibungspflichtige und nicht zugelassene Wirkstoffe gehören in ärztliche Hände. Stand: 2026-09-19.