Peptid & Experimentelles
Orexin-Rezeptor-Antagonisten (Daridorexant, Suvorexant, Lemborexant)
Schlafmittel-Klasse, die das Wachheitssignal Orexin blockiert · DORA, Quviviq, Belsomra, Dayvigo
Orexin-Rezeptor-Antagonisten sind die jüngste Klasse von Schlafmitteln. Statt das Gehirn wie Benzodiazepine oder Zopiclon insgesamt zu dämpfen, schalten sie das Wachheitssignal Orexin leiser. In großen Zulassungsstudien schliefen Menschen mit chronischer Insomnie schneller ein und lagen nachts kürzer wach, und nach dem Absetzen traten weder Entzug noch Rebound-Schlaflosigkeit auf. Der Effekt liegt im Schlaflabor bei 10 bis 25 Minuten. In der EU ist seit 2022 Daridorexant (Quviviq) zugelassen, Suvorexant und Lemborexant gibt es nur in den USA.
Was Orexin-Rezeptor-Antagonisten sind
Die Klasse umfasst drei zugelassene Wirkstoffe: Suvorexant (Belsomra, USA seit 2014), Lemborexant (Dayvigo, USA seit 2019) und Daridorexant (Quviviq, EU seit 2022). Alle drei sind verschreibungspflichtige Schlafmittel für Erwachsene mit Insomnie, also mit Problemen beim Ein- oder Durchschlafen. In Deutschland ist nur Daridorexant erhältlich.
Bewertet wird der Wissensstand. Er ist für ein Schlafmittel gut: mehrere große doppelblinde Studien mit Messung im Schlaflabor, eine Verlängerung über ein Jahr, eigene Fahr- und Missbrauchsstudien. Wer sich für das Orexin-System selbst interessiert, findet auf der Seite zu Orexin B mehr zu dem Wachheits-Peptid, an dessen Rezeptoren diese Wirkstoffe ansetzen. Allgemeines zum Schlaf steht unter Schlaf & Schlafhygiene.
Wie sie wirken
Orexin ist ein Botenstoff aus dem Gehirn, der Wachheit fördert. Die Wirkstoffe besetzen beide Orexin-Rezeptoren und blockieren so dieses Wachsignal; laut Europäischer Arzneimittel-Agentur hilft das, schneller einzuschlafen, länger durchzuschlafen und tagsüber besser zu funktionieren. Der Ansatz unterscheidet sich grundlegend von Benzodiazepinen und Z-Substanzen, die die hemmende GABA-Wirkung im ganzen Gehirn verstärken.
Aus dem Wirkprinzip folgen auch die Grenzen: Bei Narkolepsie, einer Schlafstörung mit plötzlichem, ungewolltem Einschlafen, dürfen die Mittel nicht eingesetzt werden. Zusammen mit starken CYP3A4-Hemmern, einer Gruppe von Medikamenten, darf Daridorexant laut EMA ebenfalls nicht eingesetzt werden.
Was gut belegt ist
- Ein- und Durchschlafen im Schlaflabor. In zwei Phase-3-Studien mit 1.854 Erwachsenen verkürzte Daridorexant 50 mg nach drei Monaten die Wachzeit nach dem Einschlafen um 18,3 Minuten und die Einschlafzeit um 11,7 Minuten stärker als Placebo, gemessen per Polysomnografie.
- Auch der Tag profitiert. Mit 50 mg Daridorexant sank die Schläfrigkeit am Tag, gemessen mit einem eigens entwickelten Fragebogen (IDSIQ), nach drei Monaten um 1,9 Punkte stärker als unter Placebo. Die EMA nennt die bessere Funktion am Tag ausdrücklich als Grund für die Zulassung.
- Kein Entzug, kein Rebound. In der 40-wöchigen Verlängerung mit 804 Patienten blieb der Effekt bis zu 12 Monate erhalten, und nach dem Absetzen traten weder Entzugssymptome noch Rebound-Schlaflosigkeit auf. Auch für Suvorexant fanden sich nach drei Monaten keine systematischen Absetzeffekte.
- Im direkten Vergleich mit Zolpidem. Lemborexant ließ 1.006 Menschen ab 55 Jahren nach einem Monat 24 bis 25 Minuten weniger wach liegen als Placebo und in der zweiten Nachthälfte 7 bis 8 Minuten weniger als Zolpidem retard.
- In der Leitlinie angekommen. Die Europäische Insomnie-Leitlinie 2023 empfiehlt Daridorexant mit dem höchsten Empfehlungsgrad für die Kurzzeitbehandlung und lässt Orexin-Rezeptor-Antagonisten bis zu drei Monate, in Einzelfällen länger, zu.
Was die Studien zeigen
Mignot 2022: Daridorexant in zwei Zulassungsstudien
Zwei Phase-3-Studien an 156 Zentren in 17 Ländern randomisierten 930 und 924 Erwachsene mit Insomnie auf Daridorexant 10, 25 oder 50 mg oder Placebo, jeden Abend über drei Monate. Mit 50 mg sank die Wachzeit nach dem Einschlafen nach einem Monat um 22,8 und nach drei Monaten um 18,3 Minuten stärker als unter Placebo, die Zeit bis zum anhaltenden Schlaf um 11,4 bzw. 11,7 Minuten; die selbst berichtete Schlafzeit stieg um 22,1 bzw. 19,8 Minuten. 25 mg wirkte schwächer, 10 mg verfehlte die Schlaflabor-Endpunkte. Nebenwirkungen traten bei 38 bis 39 Prozent unter Daridorexant und 33 bis 34 Prozent unter Placebo auf, am häufigsten Nasen-Rachen-Entzündung und Kopfschmerz.
Kunz 2023: ein Jahr Daridorexant
Wer die Zulassungsstudien beendet hatte, konnte doppelblind 40 weitere Wochen teilnehmen; 804 Patienten taten das, 68,4 Prozent beendeten die Verlängerung. Nebenwirkungen traten in allen Gruppen ähnlich häufig auf (35 bis 40 Prozent), Schläfrigkeit am Morgen nahm nicht zu. In einer einwöchigen Placebophase am Ende zeigten sich weder Entzugssymptome noch Rebound. Mit 50 mg lag die selbst berichtete Schlafzeit in Woche 12 der Verlängerung um 20,4 Minuten über Placebo; die Wirksamkeitsauswertungen waren ausdrücklich explorativ.
Rosenberg 2019: Lemborexant gegen Zolpidem
SUNRISE 1 randomisierte 1.006 Menschen ab 55 Jahren mit Durchschlafproblemen auf Placebo, Zolpidem retard oder Lemborexant 5 oder 10 mg, einen Monat lang. Lemborexant verkürzte die Einschlafzeit im Schlaflabor (Verhältnis zu Placebo 0,77 bzw. 0,72), erhöhte die Schlafeffizienz um 7,1 bis 8,0 Prozentpunkte und verkürzte die Wachzeit um 24,0 bis 25,4 Minuten. In der zweiten Nachthälfte lagen die Teilnehmer unter Lemborexant 6,7 bis 8,0 Minuten weniger wach als unter Zolpidem. 86 Prozent der Teilnehmenden waren Frauen.
Herring 2016: Suvorexant über drei Monate
Die gepoolte Auswertung zweier identischer Phase-3-Studien betrachtete die Dosisstufe 20 mg (15 mg bei Älteren), die der zugelassenen Höchstdosis entspricht, mit 493 Behandelten gegenüber 767 unter Placebo. Ein- und Durchschlafen besserten sich subjektiv und im Schlaflabor, mit Ausnahme der im Labor gemessenen Einschlafzeit nach drei Monaten. Wegen Nebenwirkungen brachen 3 Prozent ab, unter Placebo 5,2 Prozent; Schläfrigkeit trat bei 6,7 gegenüber 3,3 Prozent auf.
De Crescenzo 2022: der große Vergleich
Die Netzwerk-Meta-Analyse im Lancet verglich 30 Schlafmittel aus 154 doppelblinden Studien mit 44.089 Teilnehmern. In der Akutbehandlung war Lemborexant zusammen mit Benzodiazepinen, Eszopiclon, Zolpidem und Zopiclon wirksamer als Placebo. Zopiclon führte häufiger zu Studienabbrüchen wegen Nebenwirkungen als Daridorexant (OR 3,45) und Suvorexant (OR 3,13). Insgesamt hatten Eszopiclon und Lemborexant das günstigste Profil, die Sicherheitsdaten zu Lemborexant waren aber nicht eindeutig. Melatonin zeigte bei Insomnie insgesamt keinen wesentlichen Nutzen.
Muehlan 2022: Autofahren am Morgen
60 gesunde Menschen zwischen 50 und 79 Jahren nahmen abends Daridorexant 50 oder 100 mg, Zopiclon 7,5 mg oder Placebo und fuhren 9 Stunden später im Fahrsimulator. Nach der ersten Einnahme schwankte die Spur unter 50 mg Daridorexant um 2,19 cm mehr als unter Placebo, unter Zopiclon ebenfalls deutlich. Nach vier Nächten lag Daridorexant unter der Beeinträchtigungsschwelle und nicht mehr über Placebo. Die Autoren raten, nicht zu fahren, bis man weiß, wie das Mittel wirkt.
Wo die Daten aufhören
- Die Größe des Effekts. Zehn bis 25 Minuten mehr Schlaf oder weniger Wachliegen sind statistisch klar, für den Einzelnen aber oft weniger, als der Leidensdruck erwarten lässt. Eine große Netzwerk-Meta-Analyse zählt Daridorexant und Suvorexant zu den Mitteln, die in der Akutbehandlung wirken können, für die aber Langzeitinformationen fehlen oder die Verträglichkeit begrenzt ist.
- Mehr als ein Jahr. Die längsten kontrollierten Daten reichen zwölf Monate. Für die Dauerbehandlung über Jahre fehlen Studien.
- Der Vergleich untereinander. Direkte Studien zwischen Daridorexant, Suvorexant und Lemborexant wurden bei der Recherche nicht gefunden. Unterschiede lassen sich nur indirekt abschätzen.
- Gesunde mit gelegentlich schlechtem Schlaf. Untersucht und zugelassen ist die chronische Insomnie mit Folgen für den Tag. Für Schlafoptimierung bei Gesunden gibt es keine Daten.
Status, Zulassung und Recht
Daridorexant (Quviviq) ist seit 29.04.2022 in der EU zentral zugelassen, für Erwachsene mit Insomnie, deren Symptome seit mindestens drei Monaten bestehen und die Tagesfunktion erheblich beeinträchtigen. Es ist verschreibungspflichtig und steht nicht im Betäubungsmittelgesetz. Die zugelassene Dosis ist laut EMA eine Tablette mit 50 mg am Abend, höchstens 30 Minuten vor dem Zubettgehen, nach ärztlicher Einschätzung 25 mg; die Behandlung soll so kurz wie möglich sein und innerhalb von drei Monaten ärztlich überprüft werden. Das Mittel steht unter zusätzlicher Überwachung.
Suvorexant (Belsomra) ist in den USA seit 13.08.2014 zugelassen, Lemborexant (Dayvigo) seit 20.12.2019. In der EU sind beide nicht zugelassen. In den USA sind beide als Schedule IV eingestuft, also als kontrollierte Substanzen mit geringem Missbrauchspotenzial.
Sicherheit
Die häufigsten Nebenwirkungen von Daridorexant sind laut EMA Kopfschmerz und Schläfrigkeit, bei bis zu 1 von 10 Behandelten, meist leicht oder mittelschwer. In den Zulassungsstudien lag die Gesamtrate an Nebenwirkungen nur wenige Prozentpunkte über Placebo.
Die US-Fachinformationen nennen als Warnhinweise eingeschränkte Wachheit und Koordination am nächsten Morgen, Schlafparalyse, Halluzinationen beim Einschlafen oder Aufwachen, kataplexieähnliche Symptome, komplexes Schlafverhalten wie Schlafwandeln oder Fahren im Halbschlaf sowie eine Verschlechterung von Depression bis zu Suizidgedanken. Bei Suvorexant 20 mg und Lemborexant 10 mg raten sie vom Fahren am nächsten Tag ab; im Fahrsimulator war Daridorexant nach der ersten Einnahme messbar beeinträchtigend, nach vier Nächten nicht mehr.
Missbrauch ist möglich: In einer Studie mit 29 Freizeitnutzern von Beruhigungsmitteln bewerteten diese Lemborexant ähnlich positiv wie Zolpidem 30 mg und Suvorexant 40 mg und positiver als Placebo (US-Fachinformation Dayvigo). Alkohol und andere dämpfende Mittel verstärken die Wirkung.
BK-Score Gut belegt
| Human-Evidenz | 8 | |
|---|---|---|
| Mechanismus | 8 | |
| Sicherheits-Datenlage | 7 | |
| Hype-Abstand | 6 | |
| Anwendungserfahrung | 6 |
Evidenz 8, weil die Wirkung in mehreren großen doppelblinden Phase-3-Studien mit Messung im Schlaflabor belegt ist – für Daridorexant mit 1.854 Patienten über drei Monate (Mignot 2022), für Lemborexant mit 1.006 Patienten ab 55 Jahren samt aktivem Vergleich mit Zolpidem (Rosenberg 2019) –, der Effekt mit 10 bis 25 Minuten aber moderat bleibt. Mechanismus 8, weil das Wirkprinzip, die Blockade beider Orexin-Rezeptoren, klar definiert und behördlich bewertet ist (EMA). Sicherheit 7, weil eine 40-wöchige Verlängerung mit 804 Patienten keine Entzugs- und Rebound-Effekte fand (Kunz 2023) und Fahrsimulator- und Missbrauchsdaten vorliegen, Daten über ein Jahr hinaus aber fehlen. Hype 6, weil die Klasse als Schlafmittel ohne Abhängigkeit gilt, was die Absetzdaten stützen, während Wirkgröße und Fahrtüchtigkeit am ersten Morgen nüchterner ausfallen (Muehlan 2022). Anwendung 6, weil Suvorexant seit 2014 in den USA verordnet wird, Daridorexant in der EU aber erst seit 2022. Richtung positiv: Die Wirkung auf Ein- und Durchschlafen ist belegt, der Vorteil gegenüber älteren Schlafmitteln liegt vor allem bei Absetzen und Verträglichkeit.
Bewertet wird der Wissensstand, nicht die Substanz. „Sicherheits-Datenlage 9“ heißt: gut untersucht – nicht: harmlos. „Anwendungserfahrung 9“ heißt: lange und breit angewendet – das ist kein Wirksamkeitsbeleg.
Subjektive Einschätzung von Biohacking Kompakt auf Basis offengelegter Vergaberegeln – keine wissenschaftliche Bewertung und keine medizinische Empfehlung. Regeln und alle Bewertungen
Häufige Fragen zu Orexin-Rezeptor-Antagonisten (Daridorexant, Suvorexant, Lemborexant)
Wie unterscheiden sich Orexin-Antagonisten von klassischen Schlaftabletten?
Benzodiazepine und Z-Substanzen wie Zopiclon verstärken die hemmende GABA-Wirkung im ganzen Gehirn. Orexin-Rezeptor-Antagonisten blockieren gezielt das Wachheitssignal Orexin. In den Studien traten nach dem Absetzen weder Entzug noch Rebound-Schlaflosigkeit auf.
Wie gut wirkt Daridorexant?
In zwei Zulassungsstudien mit 1.854 Erwachsenen verkürzte 50 mg Daridorexant nach drei Monaten die Wachzeit in der Nacht um 18,3 Minuten und die Einschlafzeit um 11,7 Minuten stärker als Placebo. Auch die Schläfrigkeit am Tag nahm ab.
Macht Daridorexant abhängig?
In der einjährigen Verlängerungsstudie mit 804 Patienten traten nach dem Absetzen keine Entzugssymptome und keine Rebound-Schlaflosigkeit auf. Ein Missbrauchspotenzial besteht dennoch; in den USA ist der Wirkstoff als Schedule IV eingestuft.
Ist Quviviq in Deutschland zugelassen?
Ja. Daridorexant ist seit 29.04.2022 in der EU zugelassen, für Erwachsene mit Insomnie, die seit mindestens drei Monaten besteht und den Alltag erheblich beeinträchtigt. Es ist verschreibungspflichtig. Suvorexant und Lemborexant sind in der EU nicht zugelassen.
Kann ich am Morgen nach der Einnahme Auto fahren?
Vorsicht ist angebracht. Im Fahrsimulator verschlechterte Daridorexant 50 mg die Spurhaltung nach der ersten Einnahme messbar, nach vier Nächten nicht mehr. Die Autoren raten, nicht zu fahren, bis man weiß, wie das Mittel wirkt.
Welche Nebenwirkungen haben Orexin-Antagonisten?
Am häufigsten sind Kopfschmerz und Schläfrigkeit. Seltener sind Schlafparalyse, Halluzinationen beim Einschlafen, Schlafwandeln und eine Verschlechterung von Depression. Bei Narkolepsie dürfen die Mittel nicht eingesetzt werden.
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Quellen
- Mignot E et al., Lancet Neurol 2022 – Daridorexant, zwei Phase-3-Studien mit 1.854 Patienten
- Kunz D et al., CNS Drugs 2023 – Daridorexant, 40-wöchige Verlängerungsstudie mit 804 Patienten
- Herring WJ et al., J Clin Sleep Med 2016 – Suvorexant, gepoolte 3-Monats-Daten der Phase-3-Studien
- Rosenberg R et al., JAMA Netw Open 2019 – Lemborexant gegen Placebo und Zolpidem, SUNRISE 1 mit 1.006 Teilnehmern
- Muehlan C et al., Clin Pharmacol Ther 2022 – Fahrleistung nach Daridorexant im Fahrsimulator, 60 Gesunde
- De Crescenzo F et al., Lancet 2022 – Netzwerk-Meta-Analyse zu Schlafmitteln bei Insomnie, 154 Studien
- Riemann D et al., J Sleep Res 2023 – Europäische Insomnie-Leitlinie 2023
- EMA – Quviviq (Daridorexant), europäischer Bewertungsbericht und Zulassung vom 29.04.2022
- FDA, Drugs@FDA – Belsomra (Suvorexant, NDA 204569), Zulassung 13.08.2014, Fachinformation
- FDA, Drugs@FDA – Dayvigo (Lemborexant, NDA 212028), Zulassung 20.12.2019, Fachinformation
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Reine Information, keine medizinische Beratung und keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung. Verschreibungspflichtige und nicht zugelassene Wirkstoffe gehören in ärztliche Hände. Stand: 2026-10-07.