Biohacking Kompakt

Behandlung & Verfahren

Koronarkalk-Score (CAC-Scan)

Biohacking

Der Koronarkalk-Score misst mit einer kurzen Computertomografie des Herzens, ohne Kontrastmittel, wie viel Kalk sich in den Herzkranzgefäßen abgelagert hat. Das Ergebnis ist eine Zahl, der Agatston-Score. Longevity-Kliniken und Radiologiepraxen bieten den Scan als Präventions-Check an, weil er etwas sichtbar macht, das Blutwerte und Blutdruck nur schätzen: ob die Gefäßverkalkung schon begonnen hat und wie weit. Als Risikomarker ist er so gut untersucht wie kaum eine andere Vorsorgemessung. Ob ein Kalk-Screening Menschen ohne Beschwerden länger leben lässt, ist dagegen nicht gezeigt.

Kurz gesagt

In der US-Kohorte MESA mit 6.814 Menschen ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung stieg das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall mit jeder Verdopplung des Kalkwerts um 14 Prozent, unabhängig von Cholesterin, Blutdruck, Rauchen und Diabetes. Bei einem Wert von null lag das Zehn-Jahres-Risiko zwischen 1,3 und 5,6 Prozent, bei Werten über 300 zwischen 13,1 und 25,6 Prozent. Die europäische Leitlinie (ESC 2021) und die US-Leitlinie (ACC/AHA 2019) sehen die Messung vor, wenn die Entscheidung über eine Vorbeugung, etwa ein Statin, unsicher ist. In der dänischen Screening-Studie DANCAVAS sank die Sterblichkeit nach 5,6 Jahren nicht signifikant (Risikoverhältnis 0,95; p = 0,06). Die Strahlendosis liegt bei rund 1 Millisievert. In Deutschland ist der Scan eine Selbstzahlerleistung, und als Früherkennung allein auf Wunsch ist er nach dem Strahlenschutzgesetz nicht zulässig.

Was es ist und was es verspricht

Kalk in den Herzkranzgefäßen ist ein Teil der Arterienverkalkung, der Atherosklerose. Für die Messung wird ein EKG-gesteuertes CT ohne Kontrastmittel angefertigt, also eine Aufnahme im Takt des Herzschlags (Lindholt 2022). Aus Fläche und Dichte der verkalkten Stellen errechnet die Software den Agatston-Score. Null heißt: kein messbarer Kalk. Die Studien vergleichen meist einen Wert von null mit Stufen wie über 100, über 300 oder ab 400; die US-Leitlinie wertet einen Wert ab 100 oder ab dem 75. Perzentil für Alter, Geschlecht und Herkunft als Grund, das Risiko höher einzustufen (Arnett 2019). Die ESC rät, den Wert mit dem zu vergleichen, was für Menschen gleichen Alters und Geschlechts zu erwarten wäre (Visseren 2021).

Das Versprechen ist naheliegend: Statt das Risiko aus Durchschnittswerten zu schätzen, sieht man, ob die Krankheit im eigenen Körper schon begonnen hat. Ein hoher Wert soll zu konsequenterer Vorbeugung bewegen, ein Wert von null kann eine Dauertablette womöglich ersparen. Andere Vorsorgeangebote findest du unter Screenings und beim Ganzkörper-MRT; einen weiteren Herz-Risikomarker beim Lipoprotein(a).

Was gut belegt ist

Gut belegt ist die Vorhersagekraft. In MESA sagte der Kalkwert Herzinfarkt und Schlaganfall über mehr als zehn Jahre voraus, abgestuft und unabhängig von den klassischen Risikofaktoren, bei Frauen und Männern, in allen Altersgruppen und in allen untersuchten Bevölkerungsgruppen gleich stark (Budoff 2018). Im CAC Consortium mit 66.636 Menschen zeigte sich das über 12,5 Jahre auch für die Sterblichkeit (Grandhi 2020).

Belegt ist auch, dass der Wert das Risiko in beide Richtungen verschiebt: Ohne Kalk war das Risiko über 12 Jahre niedrig, auch bei mehreren Risikofaktoren; mit viel Kalk hoch, auch ohne Risikofaktoren. Deshalb empfehlen ihn die Leitlinien als Entscheidungshilfe, wenn das Risiko nahe einer Behandlungsschwelle liegt (Visseren 2021; Arnett 2019). Und der Befund wirkt auf das Verhalten: In randomisierten Studien hatten Menschen mit Kalk-Scan etwas bessere Blutfette und berichteten mehr Motivation, ihren Lebensstil zu ändern (Scheu 2025).

Was die Studien zeigen

MESA 2018 – zehn Jahre, 6.814 Menschen

Die Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis begleitete 6.814 Erwachsene zwischen 45 und 84 Jahren ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung, im Median 11,1 Jahre lang. In dieser Zeit traten 500 Herzinfarkte, Schlaganfälle, Wiederbelebungen nach Herzstillstand und Herztodesfälle auf. Bei einem Kalkwert von null lag das Zehn-Jahres-Risiko je nach Alter, Geschlecht und Herkunft zwischen 1,3 und 5,6 Prozent, bei Werten über 300 zwischen 13,1 und 25,6 Prozent. Ab einem Wert über 100 lag das geschätzte Risiko in jeder Untergruppe über 7,5 Prozent, der Grenze, ab der die US-Leitlinie von mittlerem Risiko spricht. Jede Verdopplung des Werts erhöhte das Risiko um 14 Prozent, bereinigt um die klassischen Risikofaktoren (Budoff 2018).

CAC Consortium 2020 – Sterblichkeit über 12,5 Jahre

66.636 Menschen ohne koronare Herzkrankheit aus mehreren US-Zentren wurden im Median 12,5 Jahre nachbeobachtet; 3.158 starben, rund ein Drittel davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer einen Wert ab 400 hatte, hatte gegenüber einem Wert von null ein 5,4-fach höheres Risiko, an der koronaren Herzkrankheit zu sterben (Risikoverhältnis 5,44). Drei oder mehr klassische Risikofaktoren gegenüber keinem verdoppelten dieses Risiko etwa (2,09). Menschen ohne Risikofaktoren, aber mit einem Wert ab 400 starben häufiger als Menschen mit drei und mehr Risikofaktoren ohne Kalk. Bei einem Wert von null waren die meisten Todesfälle nicht herzbedingt (Grandhi 2020).

DANCAVAS 2022 – Screening und Sterblichkeit

Die dänische Studie lud per Los 16.736 Männer zwischen 65 und 74 Jahren zu einem umfassenden Herz-Kreislauf-Screening ein, 29.790 bildeten die Kontrollgruppe; 62,6 Prozent der Eingeladenen kamen. Zum Screening gehörten der Kalk-Scan, die Suche nach Aneurysmen und Vorhofflimmern, eine Blutdruckmessung an Knöchel und Arm und Blutwerte. Nach 5,6 Jahren waren 12,6 gegenüber 13,1 Prozent gestorben, Risikoverhältnis 0,95 (95 % KI 0,90 bis 1,00; p = 0,06), knapp nicht signifikant. Schlaganfälle waren in der eingeladenen Gruppe etwas seltener (0,93; 95 % KI 0,86 bis 0,99), bei Herzinfarkten war der Unterschied nicht signifikant (0,91; 0,81 bis 1,03). Bei den Sicherheitsendpunkten gab es keine signifikanten Unterschiede. Weil der Kalk-Scan nur ein Teil des Pakets war, lässt sich sein eigener Beitrag nicht herausrechnen (Lindholt 2022).

Scheu 2025 – was nach dem Befund passiert

Eine systematische Übersicht fasste sieben randomisierte Studien und eine Kohortenstudie mit zusammen 51.554 Teilnehmenden zusammen. In fünf Studien hatten Menschen mit Kalk-Scan etwas bessere LDL-Werte, um 4,9 bis 6,0 mg/dl, in einer Studie mit 2.137 Teilnehmenden einen günstigeren Blutdruckverlauf. Bei der Verordnung von Herzmedikamenten widersprachen sich die Ergebnisse: mal mehr, mal weniger. Eine Studie fand eine höhere Treue zur Statin-Einnahme (63,3 gegenüber 45,6 Prozent). Keine der drei Studien, die Herzinfarkte oder Todesfälle erfassten, fand einen Unterschied, wegen zu weniger Ereignisse, kurzer Laufzeit oder kleiner Fallzahl. Die meisten Studien hatten ein mittleres bis hohes Verzerrungsrisiko (Scheu 2025).

Drysch 2026 – Zufallsbefunde in der Lunge

Ein Kalk-Scan bildet auch Teile der Lunge ab. In einer US-Kohorte aus fünf Kliniken mit 9.702 Erwachsenen, die nicht für ein Lungenkrebs-Screening infrage kamen, fanden sich bei 11,7 Prozent abklärungsbedürftige Lungenknoten. Nur 42,8 Prozent davon gingen zur empfohlenen Kontrolle. Bei 18 Menschen wurde Lungenkrebs bestätigt, bei 83,3 Prozent davon im Stadium I. Die Studie war rückblickend und zeigt beide Seiten: Ein Kalk-Scan kann nebenbei einen frühen Krebs finden, löst aber bei mehr als jedem Zehnten Folgeuntersuchungen aus (Drysch 2026).

Was Anwender berichten

In der niederländischen ROBINSCA-Studie füllten 2.687 Teilnehmende vor und nach dem Screening Fragebögen zu Lebensqualität und Angst aus; sie waren per Los entweder mit Kalk-Scan oder mit einem klassischen Risikorechner eingestuft worden. Lebensqualität und Angst unterschieden sich zwischen beiden Wegen nicht. Am stärksten belastet waren die Teilnehmenden bei Einladung und Zuteilung, nicht nach dem Ergebnis. Ein Befund mit erhöhtem Risiko ging in der Kalk-Gruppe mit mehr Angst einher (Moldovanu 2024). In einer Studie der Übersicht von 2025 gaben 94 Prozent der Kalk-Gruppe an, motiviert zu sein, ihren Lebensstil zu ändern, gegenüber 62,8 Prozent der Vergleichsgruppe; in einer anderen hielten sich nach eigener Angabe 96 gegenüber 59 Prozent an mehr Bewegung (Scheu 2025). Das sind Befragungen und Selbstauskünfte, kein Beleg für weniger Herzinfarkte.

Wo die Daten aufhören

Die entscheidende Frage ist nicht beantwortet: Leben Menschen, die sich ohne Beschwerden auf Kalk untersuchen lassen, länger? Die größte Studie, DANCAVAS, verfehlte die Signifikanz knapp, und sie prüfte ein Paket aus mehreren Untersuchungen an Männern zwischen 65 und 74. Für Frauen und Jüngere fehlen solche Daten. Die Übersicht von 2025 fand keine ausreichende Evidenz dafür, ob ein Kalk-Screening Herzereignisse oder Sterblichkeit beeinflusst (Scheu 2025). Ergebnisse von ROBINSCA zu Herzinfarkten und Todesfällen lagen bei unserer Recherche im Oktober 2026 noch nicht vor.

Auch der Wert selbst hat Grenzen. Er misst verkalkte Ablagerungen, nicht die gesamte Plaquemenge und nicht, wie stark ein Gefäß verengt ist. Bei Menschen mittleren Alters kann er niedrig oder null sein, obwohl weiche, noch nicht verkalkte Plaques vorhanden sind (Visseren 2021). Ein Wert von null ist deshalb ein gutes Zeichen, aber kein Freibrief. Und die Leitlinien sehen den Scan als Entscheidungshilfe für Menschen nahe einer Behandlungsschwelle; eine Empfehlung als Reihenuntersuchung für alle enthalten sie nicht.

Status, Zulassung und Recht

Leitlinien: Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) schreibt 2021, die Kalkmessung könne erwogen werden, um die Risikoeinstufung um Behandlungsschwellen herum zu verbessern (Empfehlungsgrad IIb, Evidenzgrad B); Verfügbarkeit und Kosteneffizienz eines breiten Einsatzes seien regional abzuwägen (Visseren 2021). Die US-Fachgesellschaften ACC und AHA halten die Messung 2019 bei mittlerem Zehn-Jahres-Risiko (7,5 bis unter 20 Prozent) und bei ausgewählten Menschen mit grenzwertigem Risiko für sinnvoll, wenn die Entscheidung über eine Vorbeugung wie ein Statin unsicher bleibt (Empfehlungsgrad IIa). Ein Wert von null stuft das Risiko herunter, ein Wert ab 100 oder ab dem 75. Perzentil herauf (Arnett 2019).

Recht in Deutschland: Früherkennung mit Röntgenstrahlung bei Menschen ohne Symptome und ohne konkreten Krankheitsverdacht ist nach § 84 Strahlenschutzgesetz nur zulässig, wenn eine Rechtsverordnung sie ausdrücklich vorsieht. Für die Koronarkalk-Messung gibt es keine solche Verordnung. Fachleute des Bundesamts für Strahlenschutz werteten 2019 je 50 Internetangebote für CT-Früherkennung von Lungen- und Darmkrebs und koronarer Herzkrankheit aus, stuften solche Angebote als unzulässig ein und fanden die Information meist unzureichend, mit überbetontem Nutzen (Brix 2020). Davon abzugrenzen ist eine Untersuchung aus ärztlicher Fragestellung: Dafür muss eine Ärztin oder ein Arzt mit Fachkunde im Strahlenschutz im Einzelfall feststellen, dass der gesundheitliche Nutzen das Strahlenrisiko überwiegt, die sogenannte rechtfertigende Indikation nach § 83 Strahlenschutzgesetz. Ein Scan allein auf Wunsch erfüllt das nicht.

Kosten: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kalkmessung bei Menschen ohne Beschwerden nicht, sie wird als Selbstzahlerleistung angeboten.

Sicherheit

Die Untersuchung selbst ist kurz und kommt ohne Kontrastmittel und ohne Katheter aus. Die Strahlendosis wurde bei 3.442 MESA-Teilnehmenden an vier modernen CT-Geräten bestimmt: im Mittel 1,05 Millisievert, im Median 0,95, je nach Zentrum zwischen 0,74 und 1,26; bei starkem Übergewicht (BMI über 40) im Mittel 1,47 (Messenger 2016). Wiederholte Scans addieren sich.

Die eigentlichen Folgen liegen danach: Lungenknoten und andere Zufallsbefunde ziehen Kontroll-CTs und manchmal Eingriffe nach sich, in der US-Kohorte bei mehr als jedem Zehnten (Drysch 2026). Ein Befund mit erhöhtem Risiko kann Angst machen (Moldovanu 2024). Welche Vorbeugung aus einem hohen Wert folgt, gehört in ein ärztliches Gespräch; zu Statinen und Aspirin zur Vorbeugung findest du eigene Seiten.

Wer sich dafür entscheidet, klärt vorher: Gibt es eine ärztliche Fragestellung, wer befundet die ganze Aufnahme einschließlich der Lunge, und wer übernimmt die Abklärung eines Zufallsbefunds.

BK-Score Belegt, mit Einschränkungen

Human-Evidenz7
Mechanismus7
Sicherheits-Datenlage7
Hype-Abstand6
Anwendungserfahrung8

Evidenz 7, weil große Kohorten über mehr als zehn Jahre belegen, dass der Kalkwert Herzinfarkt, Schlaganfall und Herztod unabhängig von den klassischen Risikofaktoren vorhersagt (MESA mit 6.814, CAC Consortium mit 66.636 Menschen), während randomisierte Studien bisher keinen Überlebensvorteil eines Screenings zeigen: DANCAVAS verfehlte mit einem Risikoverhältnis von 0,95 knapp die Signifikanz, Studien zu Folgeentscheidungen zeigen vor allem etwas bessere Risikofaktoren. Mechanismus 7, weil Kalk ein direkter Bestandteil der Arterienverkalkung ist und seine Menge gut messbar, weiche, nicht verkalkte Plaques und Engstellen aber nicht erfasst werden. Sicherheit 7, weil Strahlendosis (im Mittel rund 1 Millisievert), Zufallsbefunde (abklärungsbedürftige Lungenknoten bei 11,7 Prozent in einer US-Kohorte) und Angst nach dem Befund (ROBINSCA) gemessen sind, Langzeitdaten zu den Folgen von Folgeuntersuchungen aber dünn. Hype 6, weil die Messung als Risikomarker hält, was sie verspricht, als Vorsorge für alle oder als Garantie bei null aber über die Daten hinaus verkauft wird; ESC und ACC/AHA empfehlen sie, wenn die Entscheidung über eine Vorbeugung unsicher ist. Anwendung 8, weil die Untersuchung seit über zwei Jahrzehnten eingesetzt und in Kohorten an Zehntausenden Menschen dokumentiert ist. Richtung gemischt: Die Vorhersage ist belegt, ein Nutzen als Screening für harte Endpunkte nicht.

Bewertet wird der Wissensstand, nicht die Substanz. „Sicherheits-Datenlage 9“ heißt: gut untersucht – nicht: harmlos. „Anwendungserfahrung 9“ heißt: lange und breit angewendet – das ist kein Wirksamkeitsbeleg.
Subjektive Einschätzung von Biohacking Kompakt auf Basis offengelegter Vergaberegeln – keine wissenschaftliche Bewertung und keine medizinische Empfehlung. Regeln und alle Bewertungen

Häufige Fragen zum Koronarkalk-Score

Was sagt der Koronarkalk-Score aus?

Er misst, wie viel verkalkte Ablagerung in den Herzkranzgefäßen steckt, und sagt damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall voraus, zusätzlich zu Cholesterin, Blutdruck und Rauchen. In der US-Kohorte MESA stieg das Risiko mit jeder Verdopplung des Werts um 14 Prozent.

Was bedeutet ein Score von null?

Kein messbarer Kalk und ein niedriges Risiko: In MESA lag das Zehn-Jahres-Risiko bei einem Wert von null zwischen 1,3 und 5,6 Prozent. Weiche, noch nicht verkalkte Plaques erfasst die Messung aber nicht, ein Wert von null ist deshalb kein Freibrief.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

In MESA im Mittel rund 1 Millisievert, je nach Zentrum zwischen 0,74 und 1,26, bei starkem Übergewicht mehr. Kontrastmittel wird nicht gegeben.

Lebt man mit einem Kalk-Scan länger?

Das ist nicht gezeigt. In der dänischen Studie DANCAVAS, in der der Kalk-Scan Teil eines umfassenden Screenings war, sank die Sterblichkeit nach 5,6 Jahren nicht signifikant (Risikoverhältnis 0,95; p = 0,06). Studien zu den Folgeentscheidungen fanden etwas bessere Blutfette und mehr Motivation, aber keinen Unterschied bei Herzinfarkten oder Todesfällen.

Für wen empfehlen Leitlinien die Messung?

Für Menschen ohne Herzerkrankung, deren Risiko nahe einer Behandlungsschwelle liegt und bei denen die Entscheidung über eine Vorbeugung wie ein Statin unsicher ist. Die ESC formuliert das als Kann-Empfehlung (IIb), ACC und AHA etwas stärker (IIa). Eine Empfehlung als Reihenuntersuchung für alle enthalten beide Leitlinien nicht.

Zahlt die Krankenkasse den Kalk-Scan, und ist er in Deutschland erlaubt?

Die gesetzlichen Kassen zahlen ihn bei Menschen ohne Beschwerden nicht, er ist eine Selbstzahlerleistung. Als Früherkennung allein auf Wunsch ist ein CT nach dem Strahlenschutzgesetz nicht zulässig; nötig ist eine ärztliche Entscheidung im Einzelfall, dass der Nutzen das Strahlenrisiko überwiegt.

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Quellen

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Reine Information, keine medizinische Beratung und keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung. Verschreibungspflichtige und nicht zugelassene Wirkstoffe gehören in ärztliche Hände. Stand: 2026-10-15.