Peptid & Experimentelles
Eloralintid
Selektiver Amylin-1-Rezeptor-Agonist, Prüfpräparat in Phase 3 · Eloralintide, LY3841136 (Eli Lilly)
Eloralintid ist Eli Lillys Amylin-Kandidat, der gezielt einen Rezeptor anspricht statt das ganze Feld. In einer placebokontrollierten Studie über 48 Wochen nahmen die Teilnehmer bis zu 20 Prozent ab. Das Phase-3-Programm läuft.
Kurz gesagt
Eloralintid ist ein Amylin-Rezeptor-Agonist, der den Amylin-1-Rezeptor 12-fach stärker aktiviert als den Calcitonin-Rezeptor – anders als Cagrilintid, das beide gleichermaßen trifft. In einer randomisierten, doppelblinden Phase-2-Studie mit 263 Teilnehmern über 48 Wochen sank das Gewicht in allen Dosisgruppen: 9 bis 20 Prozent gegenüber 0,4 Prozent unter Placebo. Eine Spritze pro Woche genügt. Die Verträglichkeit hängt stark von der Aufdosierung ab, Übelkeit reichte je Gruppe von 11 bis 64 Prozent. Zugelassen ist der Wirkstoff nirgends; fünf Phase-3-Studien rekrutieren.
Was es ist
Amylin ist ein Hormon, das die Bauchspeicheldrüse zusammen mit Insulin ausschüttet. Es verlangsamt die Magenentleerung, bremst das Glukagon und meldet dem Hirnstamm, dass die Mahlzeit vorbei ist. Es ist damit ein zweites Sättigungssystem neben GLP-1, dem Prinzip hinter Semaglutid.
Eloralintid, der Entwicklungsname lautet LY3841136, ist ein künstlich stabilisiertes Amylin-Analogon: eine Kette aus 37 Aminosäuren mit drei nicht natürlichen Bausteinen an den Positionen 11, 15 und 22, deren Schwefelbrücke durch eine chemisch stabilere Brücke ersetzt ist. An Position 26 hängt eine Fettdisäure mit 20 Kohlenstoffatomen, die das Molekül an Albumin im Blut bindet und dadurch lange wirksam hält. Die Halbwertszeit liegt bei etwa 2 Wochen, eine Spritze pro Woche reicht.
Der eigentliche Unterschied zu den Vorgängern liegt in der Auswahl des Rezeptors. Eloralintid aktiviert den menschlichen Amylin-1-Rezeptor 12-fach stärker als den Calcitonin-Rezeptor und 11-fach stärker als den Amylin-3-Rezeptor, während Cagrilintid alle diese Rezeptoren trifft. Die Idee: Wenn Übelkeit und Sättigung über unterschiedliche Schaltkreise laufen, könnte ein zielgenauerer Wirkstoff dieselbe Wirkung mit weniger Nebenwirkungen bringen.
Was die Studien am Menschen zeigen
Die tragende Arbeit ist eine Phase-2-Studie, die im Lancet erschienen ist. 263 Erwachsene mit Adipositas oder mit Übergewicht plus einer gewichtsbezogenen Begleiterkrankung, aber ohne Typ-2-Diabetes, wurden an 46 Zentren in den USA auf sechs Wirkstoffgruppen und Placebo verteilt und 48 Wochen lang einmal pro Woche behandelt. Das Ausgangsgewicht lag im Mittel bei 109,1 Kilogramm, der Körpermassenindex bei 39,1, gut drei Viertel der Teilnehmer waren Frauen.
Alle Wirkstoffgruppen erreichten den primären Endpunkt. Die Gewichtsabnahme nach 48 Wochen betrug 9 Prozent in der niedrigsten und 20 Prozent in den beiden höchsten Gruppen, unter Placebo 0,4 Prozent. Der Hersteller gibt für dieselbe Studie mit einer anderen Schätzgröße 9,5 bis 20,1 Prozent an, in Kilogramm 10,2 bis 21,3. Eine Übersichtsarbeit nennt für denselben Datensatz 7,3 bis 17,5 Prozent gegenüber 2,3 Prozent unter Placebo. Welche Zahl man zitiert, hängt also davon ab, welche Auswertung gemeint ist.
Davor lagen zwei Phase-1-Studien. Schon eine einzige Injektion senkte bei 48 gesunden Teilnehmern das Gewicht in Woche 4 um 2,5 und 4,4 Prozent, während die Placebogruppe 0,6 Prozent zulegte. Über 12 Wochen wiederholter Gabe kamen 100 Teilnehmer auf 2,6 bis 11,3 Prozent – bewusst ohne jede Aufdosierung.
Der Puls geht nach unten
Ein Befund fällt aus dem Rahmen dessen, was man von Abnehmspritzen kennt. In der Studie über 12 Wochen sank die Pulsfrequenz unter der höchsten Dosis um 14,4 Schläge pro Minute, unter Placebo um 3,4. Symptomatische Bradykardie, also ein zu langsamer Herzschlag mit Beschwerden, trat nicht auf.
Eine kardiologische Übersichtsarbeit von 2026 hebt genau das hervor: Unter GLP-1-Rezeptoragonisten steigt die Herzfrequenz üblicherweise, hier fällt sie. Zusammen mit dem vorwiegenden Verlust an Fettmasse und günstigen Werten für Entzündungs- und Blutfettmarker ergibt das ein eigenes Profil. Die Autoren bleiben nüchtern: Die Daten stammen aus frühen, kleinen Studien, und eine Endpunktstudie zu Herzinfarkten und Schlaganfällen gibt es für keinen Amylin-Wirkstoff.
Wo es im Wettrennen steht
Eine Netzwerk-Metaanalyse von 2026 hat 6 randomisierte Studien mit 4642 Teilnehmern nebeneinandergestellt. Hochdosiertes Eloralintid erreichte darin minus 18,01 Prozent gegenüber Placebo und landete auf Platz zwei, hinter hochdosiertem Amycretin mit minus 23,95 und vor CagriSema mit minus 17,18 Prozent. Semaglutid 2,4 Milligramm lag bei minus 11,45, Liraglutid 3,0 Milligramm bei minus 6,4 Prozent. Das sind indirekte Vergleiche, die Autoren bewerten ihre Vertrauenswürdigkeit als gering.
Die Entwicklung ist trotzdem weit: Fünf Phase-3-Studien des ENLIGHTEN-Programms rekrutieren, die erste bei Typ-2-Diabetes seit Dezember 2025, die große Adipositas-Studie mit 1980 geplanten Teilnehmern seit Februar 2026, dazu Studien bei Schlafapnoe, bei Knie-Arthrose und bei Menschen, die unter einer wöchentlichen Inkretin-Therapie nicht weiter abnehmen. Parallel laufen Kombinationsstudien mit Tirzepatid und mit dem Lilly-Kandidaten Macupatid. Die Amylin-Achse wird also nicht als Konkurrenz zu GLP-1 gedacht, sondern als Ergänzung.
Was gut belegt ist
Gut belegt ist die Gewichtsabnahme selbst. Sie stammt aus einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie über 48 Wochen mit 263 Teilnehmern, in der jede Wirkstoffgruppe den primären Endpunkt erreichte, und sie steigt geordnet mit der Dosis. Gestützt wird sie durch zwei Phase-1-Studien, in denen die Wirkung bereits nach einer einzigen Injektion messbar war.
Gut belegt ist auch die Rezeptorauswahl, die den Wirkstoff von Cagrilintid unterscheidet: 12-fach stärkere Aktivierung des Amylin-1-Rezeptors gegenüber dem Calcitonin-Rezeptor, geprüft in Zellsystemen mit einzeln eingebrachten menschlichen Rezeptoren. Im Tiermodell löste Eloralintid dabei weniger konditionierte Geschmacksabneigung aus als Cagrilintid, das gängige Tiermaß für Übelkeit, und der Gewichtsverlust ging überwiegend auf Fettmasse zurück.
Was die Studien zeigen
48 Wochen, 263 Teilnehmer (Billings, Lancet 2025)
Randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert, 46 Zentren in den USA. Eingeschlossen wurden Erwachsene von 18 bis 75 Jahren mit einem Körpermassenindex ab 30 oder ab 27 plus mindestens einer gewichtsbezogenen Begleiterkrankung, ohne Typ-2-Diabetes. Sechs Wirkstoffgruppen, darunter zwei mit stufenweiser Aufdosierung, und eine Placebogruppe mit 53 Teilnehmern. Nach 48 Wochen lag die Gewichtsabnahme zwischen 9 und 20 Prozent, unter Placebo bei 0,4 Prozent. Häufigste unerwünschte Ereignisse waren Übelkeit und Erschöpfung.
12 Wochen ohne Aufdosierung (Bhattachar, Diabetes Obes Metab 2026)
In dieser Phase-1b-Studie erhielten 100 Teilnehmer mit Übergewicht oder Adipositas an 3 US-Zentren 12 Wochen lang wöchentlich eine feste Dosis, absichtlich ohne Aufdosierung. Die Gewichtsabnahme in Woche 12 reichte von 2,6 bis 11,3 Prozent, die Placebogruppe legte 0,2 Prozent zu. Magen-Darm-Ereignisse waren selten: Durchfall bei 10, Übelkeit bei 8 und Erbrechen bei 4 Prozent. Häufiger waren verminderter Appetit mit 19 Prozent und Kopfschmerzen mit 12 Prozent.
Vom Molekül zum ersten Menschen (Briere, Mol Metab 2025)
Diese Arbeit beschreibt Aufbau, Zellversuche, Tierversuche und die erste Studie am Menschen in einem. In Zellsystemen zeigte sich die 12-fache Selektivität für den Amylin-1-Rezeptor; bei fettleibigen Ratten sank das Gewicht an Tag 13 um 12,3 Prozent, wobei 68 bis 85 Prozent des Verlusts auf Fettmasse entfielen. In der Phase-1-Studie an 48 gesunden Teilnehmern traten 16 unerwünschte Ereignisse bei 9 Teilnehmern auf, 15 davon leicht.
Wo die Daten aufhören
Die Hoffnung, dass ein zielgenauerer Wirkstoff die langsame Aufdosierung erspart, hat sich in der Phase 2 nicht bestätigt. In der 6-Milligramm-Gruppe ohne Aufdosierung berichteten 64 Prozent Übelkeit, in der 9-Milligramm-Gruppe nur 33 Prozent, weil dort schrittweise herangeführt wurde. Erschöpfung trat in bis zu 46 Prozent der Fälle auf, unter Placebo in 12 Prozent. Etwa 10 Prozent der Teilnehmer beendeten die Behandlung wegen unerwünschter Ereignisse, nach einer anderen Auswertung bis zu 21 Prozent in der 6-Milligramm-Gruppe.
Dazu fehlt alles, was erst die Phase 3 liefern kann: Ergebnisse über mehr als 48 Wochen, größere und breiter zusammengesetzte Gruppen, ein direkter Vergleich mit Semaglutid oder Tirzepatid und eine Endpunktstudie zu Herz und Kreislauf. Auch zum Anteil der Muskelmasse am Gewichtsverlust beim Menschen liegen keine Zahlen vor – die Fettmassen-Anteile von 68 bis 85 Prozent stammen aus dem Rattenversuch. Die stimmungsbezogenen Ereignisse bei 4 Teilnehmern der Phase-1b-Studie sind zu selten für eine Bewertung, waren in der höchsten Dosisgruppe aber Grund für Behandlungsabbrüche.
Status, Zulassung und Recht
Eloralintid ist ein Prüfpräparat von Eli Lilly und weder in Deutschland noch in der EU oder den USA zugelassen. Außerhalb klinischer Studien ist es nicht erhältlich. Das Phase-3-Programm ENLIGHTEN läuft: die Studie bei Typ-2-Diabetes seit Dezember 2025, die große Adipositas-Studie mit 1980 geplanten Teilnehmern seit Februar 2026, dazu Studien bei obstruktiver Schlafapnoe, bei Knie-Arthrose und bei anhaltender Adipositas unter Inkretin-Therapie. Mit einer Zulassung ist daher nicht vor Ende des Jahrzehnts zu rechnen. Wer heute medikamentöse Hilfe beim Abnehmen sucht, bespricht die zugelassenen Wirkstoffe mit der Ärztin oder dem Arzt. Was im Netz unter diesem Namen angeboten wird, ist nicht das geprüfte Molekül. Dosierungen nennen wir bei nicht zugelassenen Wirkstoffen nicht; die genannten Milligramm-Mengen sind Studiendosen.
Sicherheit
Die häufigsten unerwünschten Ereignisse waren Übelkeit und Erschöpfung, beide klar dosisabhängig und in den Gruppen mit stufenweiser Aufdosierung seltener. Schwere Zwischenfälle blieben aus: In der Phase-2-Studie traten keine Bauchspeicheldrüsenentzündung, keine Gallenblasenentzündung und keine Todesfälle auf. In der Phase-1b-Studie gab es zwei schwerwiegende Ereignisse, die der Prüfarzt beide als nicht behandlungsbezogen einordnete. Reaktionen an der Einstichstelle waren häufiger als unter Placebo, meist leicht. Der Puls sinkt deutlich; Menschen mit Herzerkrankungen oder auffälliger Pulsfrequenz waren in dieser Studie ausgeschlossen, für sie gibt es also keine Daten. Ebenso fehlen Daten für Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder und Jugendliche; Studien zu Nieren- und Leberfunktion laufen erst. Wie bei jeder starken Gewichtsabnahme gehören ausreichend Eiweiß, Krafttraining und ärztliche Begleitung dazu.
BK-Score Belegt, mit Einschränkungen
| Human-Evidenz | 7 | |
|---|---|---|
| Mechanismus | 8 | |
| Sicherheits-Datenlage | 5 | |
| Hype-Abstand | 6 | |
| Anwendungserfahrung | 2 |
Evidenz 7, weil echte Humandaten aus drei randomisierten, placebokontrollierten Studien vorliegen – einer Phase-2-Studie über 48 Wochen mit 263 Teilnehmern an 46 US-Zentren, in der alle Wirkstoffgruppen den primären Endpunkt erreichten (9 bis 20 Prozent gegenüber 0,4 Prozent unter Placebo, Billings 2025), einer Phase-1b-Studie über 12 Wochen mit 100 Teilnehmern (2,6 bis 11,3 Prozent, Bhattachar 2026) und einer Phase-1-Studie mit Einzelgaben an 48 gesunden Teilnehmern (Briere 2025). Keine 8 oder 9, weil die Phase-3-Studien erst seit Dezember 2025 rekrutieren, die längste Behandlungsdauer 48 Wochen beträgt, harte Endpunkte fehlen und derselbe Datensatz je nach Schätzgröße unterschiedlich berichtet wird (Abstract 9 bis 20 Prozent, Hersteller 9,5 bis 20,1, Bassatne 2026 7,3 bis 17,5 Prozent). Mechanismus 8, weil die Zielstruktur am menschlichen Rezeptor bestätigt ist (12-fach stärkere Aktivierung des Amylin-1-Rezeptors als des Calcitonin-Rezeptors, Briere 2025) und die Wirkkette am Menschen über Gewicht, Appetit und Pulsfrequenz messbar ist; nicht 9, weil die Zusammensetzung des Gewichtsverlusts beim Menschen nicht berichtet wird und die Fettmassen-Anteile von 68 bis 85 Prozent aus dem Rattenversuch stammen. Sicherheit 5, weil kontrollierte Daten über 48 Wochen vorliegen, aber nur an 263 Menschen: keine Pankreatitis, keine Cholezystitis, keine Todesfälle in der Phase 2 (Alhazmi 2026), dafür Übelkeit bis 64 Prozent, Erschöpfung bis 46 Prozent, etwa 10 Prozent Abbrüche wegen unerwünschter Ereignisse, ungeklärte stimmungsbezogene Ereignisse in der höchsten Dosisgruppe der Phase 1b und keine Endpunktstudie zu Herz und Kreislauf. Hype 6, weil Firmenmitteilung und Publikation in derselben Größenordnung liegen und die Nebenwirkungsraten offen berichtet werden; Abzüge, weil die Erzählung der besseren Verträglichkeit durch Rezeptorselektivität in der Phase 2 gerade nicht bestätigt wurde – die Aufdosierung war der entscheidende Faktor – und weil indirekte Vergleiche aus der Netzwerk-Metaanalyse wie Direktvergleiche weitergegeben werden. Anwendung 2, weil der Wirkstoff nur in klinischen Studien vorkommt. Richtung positiv: Alle placebokontrollierten Studien zeigen eine deutliche, dosisabhängige Gewichtsabnahme; die Verträglichkeitsfrage bildet die Sicherheitsachse ab.
Bewertet wird der Wissensstand, nicht die Substanz. „Sicherheits-Datenlage 9“ heißt: gut untersucht – nicht: harmlos.
Subjektive Einschätzung von Biohacking Kompakt auf Basis offengelegter Vergaberegeln – keine wissenschaftliche Bewertung und keine medizinische Empfehlung. Regeln und alle Bewertungen
Häufige Fragen zu Eloralintid
Was ist Eloralintid?
Ein Prüfpräparat von Eli Lilly, das den Amylin-1-Rezeptor gezielt aktiviert und einmal pro Woche unter die Haut gespritzt wird. Amylin ist ein Sättigungshormon der Bauchspeicheldrüse, das neben GLP-1 auf einem eigenen Weg wirkt.
Wie viel nimmt man mit Eloralintid ab?
In der Phase-2-Studie mit 263 Teilnehmern lag die Gewichtsabnahme nach 48 Wochen zwischen 9 und 20 Prozent, unter Placebo bei 0,4 Prozent. Der Hersteller gibt für dieselbe Studie 9,5 bis 20,1 Prozent an. Größere Studien laufen.
Ist Eloralintid besser verträglich als Semaglutid oder Cagrilintid?
Das ist die Hoffnung hinter der Rezeptorauswahl, aber es gibt keinen direkten Vergleich. In der Phase-2-Studie berichteten je nach Dosisgruppe 11 bis 64 Prozent Übelkeit. Auffällig ist, dass eine schrittweise Aufdosierung die Verträglichkeit klar verbesserte.
Wann kommt Eloralintid auf den Markt?
Fünf Phase-3-Studien haben zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 begonnen und rekrutieren noch. Mit einer Zulassung ist eher gegen Ende des Jahrzehnts zu rechnen.
Kann man Eloralintid kaufen?
Nein. Der Wirkstoff ist nirgends zugelassen und wird nur für klinische Studien hergestellt. Was unter diesem Namen online angeboten wird, ist nicht geprüft und nicht das Originalmolekül.
Warum sinkt unter Eloralintid der Puls?
Das ist ein beobachteter Effekt, dessen Mechanismus nicht geklärt ist: In der Studie über 12 Wochen sank die Pulsfrequenz unter der höchsten Dosis um 14,4 Schläge pro Minute, ohne Beschwerden. Unter GLP-1-Wirkstoffen steigt die Herzfrequenz üblicherweise, weshalb eine kardiologische Übersicht diesen Unterschied hervorhebt.
Quellen
- Billings LK et al., Lancet 2025 – Phase-2-Studie ueber 48 Wochen
- Bhattachar S et al., Diabetes Obes Metab 2026 – Phase 1b ueber 12 Wochen
- Briere DA et al., Mol Metab 2025 – Molekuel, Tierversuche, erste Studie am Menschen
- Kamrul-Hasan ABM et al., Endocrinol Diabetes Metab 2026 – Netzwerk-Metaanalyse der Amylin-Therapien
- Alhazmi A, le Roux CW, Diabetes Obes Metab 2026 – Uebersicht Amylin-Analoga
- Patil M et al., Biosci Rep 2026 – Uebersicht mit Abbruchraten der Phase 2
- Sigalov A, Frishman WH, Cardiol Rev 2026 – kardiometabolisches Profil und Pulsfrequenz
- Bassatne A, Rizo I, Adv Ther 2026 – Uebersicht mit abweichenden Wirksamkeitszahlen
- ClinicalTrials.gov – ENLIGHTEN-1 (NCT07321886), Phase 3 bei Adipositas
- Eli Lilly, Unternehmensmitteilung zur Phase 2, 06.11.2025
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Reine Information, keine medizinische Beratung und keine Anwendungs- oder Dosierempfehlung. Verschreibungspflichtige und nicht zugelassene Wirkstoffe gehören in ärztliche Hände. Stand: 2026-09-27.